| Damen-WC bei Hamburg Wasser |
Wednesday, October 15, 2014
Die armen Kinder
Ein nicht ganz korrekt geschnittener Ausschnitt von einem Interview mit Diana Krall in der "Kulturnews" 10/2014. Mit Nintendo und Wii sind natürlich die Spielkonsolen gemeint, die Namen der Kinder bleiben unerwähnt.
Tuesday, October 14, 2014
Selektive Geschichtsrezeption
Die deutschen Rußlandversteher, vor allem in der Sozialdemokratie, entschuldigen vieles u.a. mit dem Argument, daß die Sowjetunion geführt durch Stalin Deutschland respektive halb Europa von Hitler befreit hat. Der so befreite Teil Europas war jahrzehntelang alles andere als frei. Glück hatten nur die Österreicher, als die ruhmreiche Sowjetarmee nach 10 Jahren wieder abzog.
Der 2. Weltkrieg wurde zwar durch Hitlerdeutschland begonnen, aber nicht von Deutschland allein geführt. Willfährige Vasallenstaaten sind mehr oder weniger freiwillig mitgezogen. Italien, Ungarn, Rumänien und weitere Staaten kämpften mit der deutschen Wehrmacht.
Am stärksten verdrängt wird der Anteil der Sowjetunion am 2. Weltkrieg. Hitler überfiel am 1. September 1939 Polen, Stalin rückte am 17. September von Osten in Polen ein. Die beiden Gauner teilten brüderlich. Ganz nebenbei wurde Polen als Ergebnis des Krieges mehrere 100 Kilometer nach Westen verschoben. Anfang 1940 überfiel die Sowjetunion Finnland, mit dem Ziel, sich das Land völlig einzuverleiben. Der eroberte Teil ist bis heute russisch geblieben. Außerdem besetzte Stalin Estland, Lettland und Litauen sowie Bessarabien. Ein russischer Sience Fiction-Autor, der noch in der Sowjetunion geboren und indoktriniert wurde, nannte das beschönigend in einem Roman: "Vorverlegung der Grenzen".
Ich möchte Hitler und Nazideutschland nicht entschuldigen, aber der 2. Weltkrieg wurde auch nicht von Deutschland allein geführt. Sowjetrußland hat sich im 20. Jahrhundert oft genug als gnadenloser Aggressor gezeigt. Die Besetzung der Krim sollte ein Fanal für Europa sein.
Der 2. Weltkrieg wurde zwar durch Hitlerdeutschland begonnen, aber nicht von Deutschland allein geführt. Willfährige Vasallenstaaten sind mehr oder weniger freiwillig mitgezogen. Italien, Ungarn, Rumänien und weitere Staaten kämpften mit der deutschen Wehrmacht.
Am stärksten verdrängt wird der Anteil der Sowjetunion am 2. Weltkrieg. Hitler überfiel am 1. September 1939 Polen, Stalin rückte am 17. September von Osten in Polen ein. Die beiden Gauner teilten brüderlich. Ganz nebenbei wurde Polen als Ergebnis des Krieges mehrere 100 Kilometer nach Westen verschoben. Anfang 1940 überfiel die Sowjetunion Finnland, mit dem Ziel, sich das Land völlig einzuverleiben. Der eroberte Teil ist bis heute russisch geblieben. Außerdem besetzte Stalin Estland, Lettland und Litauen sowie Bessarabien. Ein russischer Sience Fiction-Autor, der noch in der Sowjetunion geboren und indoktriniert wurde, nannte das beschönigend in einem Roman: "Vorverlegung der Grenzen".
Ich möchte Hitler und Nazideutschland nicht entschuldigen, aber der 2. Weltkrieg wurde auch nicht von Deutschland allein geführt. Sowjetrußland hat sich im 20. Jahrhundert oft genug als gnadenloser Aggressor gezeigt. Die Besetzung der Krim sollte ein Fanal für Europa sein.
Monday, October 13, 2014
Darum bin so gerne Deutscher...
Im Hamburger Abendblatt vom 11./12. Oktober 2014 befindet sich in der Wochenendbeilage ein Artikel über einen afrikanischen Flüchtling und seine Unterstützerin, eine Hamburger Anwältin. Der Höhepunkt des Beitrages ist für mich folgendes:
"Sie laufen durch die Stadt. "Die gingen so langsam", sagt Jutta Köhn. "Leute", sagt sie, "hier müsst ihr schneller gehen, in Deutschland müsst ihr ein Ziel haben, wenn ihr geht." Sie geht dann immer ein Stück vorneweg."
"Sie laufen durch die Stadt. "Die gingen so langsam", sagt Jutta Köhn. "Leute", sagt sie, "hier müsst ihr schneller gehen, in Deutschland müsst ihr ein Ziel haben, wenn ihr geht." Sie geht dann immer ein Stück vorneweg."
Diese armen getriebenen, ach so zielstrebigen Menschen! Kauft euch "Der spazierende Mann" von Jirou Taniguchi beim nächsten Flanieren in der Stadt in einem inhabergeführten Buchladen! Wann habt ihr das letzte Mal auf einer Sommerwiese liegend, einfach nur in den Himmel geschaut? Nicht alles muß ein Ziel haben, eine Sache kann auch um ihrer selbst willen betrieben werden.
Saturday, October 11, 2014
Friday, October 10, 2014
Thursday, October 9, 2014
Wednesday, October 8, 2014
hipness
Gestern Abend, U-Bahn Haltestelle Kellinghusenstrasse. Da sitzt so ein junger Mensch und wischt sich mit dem Taschentuch Stirn und Nacken trocken. Es war für die Jahreszeit recht mild, dazu herrschte hohe Luftfeuchtigkeit. Fertig gewischt, stülpt er sich eine riesige Schlumpfmütze über die Ohren – kein Wunder, daß er stark transpiriert.
Shawls und Mützen sind schon länger angesagt, ich warte noch auf die Rückkehr von Handschuhen. Das ganze Jahr über in unseren gemäßigten Breiten mit winterlichen Accessoires dekoriert zu sein setzt ein großes Maß Leidensfähigkeit voraus. Wer hip sein will muß leiden!
Shawls und Mützen sind schon länger angesagt, ich warte noch auf die Rückkehr von Handschuhen. Das ganze Jahr über in unseren gemäßigten Breiten mit winterlichen Accessoires dekoriert zu sein setzt ein großes Maß Leidensfähigkeit voraus. Wer hip sein will muß leiden!
Monday, October 6, 2014
Saturday, October 4, 2014
o tempora, o mores
Gute Manieren bleiben immer mehr auf der Strecke. Es schmerzt fast körperlich, auch in guten Restaurants, einigen Leuten beim Essen zuzusehen. Einhändige Bestecknutzung mit vor dem Teller geparkten kompletten linken Unterarm, der Mund wandert zur Gabel bei abgestütztem Ellenbogen, Weingläser werden am Kelch gepackt, Gähnen ohne Hand vor dem Mund, Zahnstocher werden am Tisch benutzt, ...
Dazu ist der Deutsche im allgemeinen äußerst peinlich am Buffet. Kaum darf er seine Portionen selbst bestimmen, werden Teller und Gläser gefüllt, als wenn es Morgen nichts mehr gäbe. Der Gipfel sind "All you can eat"-Restaurationen, die meide ich wie der Teufel das Weihwasser.
Schlimm, wenn Geld auf schlichte Gemüter oder Hohlköpfe trifft, das ist sehr entlarvend. Vieles, befürchte ich, ist US-amerikanischen Serien und Filmen geschuldet. Vor allem die Unsitte Gläaser am Kelch zu fassen. Gutes Benehmen und zuvorkommende Höflichkeit ist nicht alles im Leben, erleichtert das miteinander Auskommen aber ungemein.
Dazu ist der Deutsche im allgemeinen äußerst peinlich am Buffet. Kaum darf er seine Portionen selbst bestimmen, werden Teller und Gläser gefüllt, als wenn es Morgen nichts mehr gäbe. Der Gipfel sind "All you can eat"-Restaurationen, die meide ich wie der Teufel das Weihwasser.
Schlimm, wenn Geld auf schlichte Gemüter oder Hohlköpfe trifft, das ist sehr entlarvend. Vieles, befürchte ich, ist US-amerikanischen Serien und Filmen geschuldet. Vor allem die Unsitte Gläaser am Kelch zu fassen. Gutes Benehmen und zuvorkommende Höflichkeit ist nicht alles im Leben, erleichtert das miteinander Auskommen aber ungemein.
Friday, October 3, 2014
Thursday, October 2, 2014
THE ESSENCE OF BRITAIN
Britischer Chic. Schweizer Perfektion. Breitling for Bentley verbindet das Besten aus beiden Welten. Stil und Performance. Luxus und Spitzenleistung. Klasse und Unkonventionelles. usw. usf. Laber, Schwatz, Brabbel...
Anzeige für die Bentley-Uhr von Breitling im SPIEGEL.
Als Aushängeschild dient ausgerechnet David Beckham im Anzug, tätowiert bis auf die Handrücken. Ich nahm bisher an, ein Ausdruck britischer Lebensart sei das Understatement. Kein Gentleman würde zum Anzug eine protzige Sportuhr tragen. Auffällig in Gold paßt so etwas eher in das Halbwelt-Milieu der Zuhälter und Boxpromoter, genau wie Beckhams Tattoos. Aber Beckham ist kein Gentleman und Understatement ist auch nicht seine Sache. Ein arger Fehlgriff der Werbeagentur.
Ich hätte wenigstens Sean Connery genommen. Dem kaufe ich den Gentleman ab, auch wenn er Schotte ist. Und der James Bond im Buch "Casino Royal" fuhr einen Bentley.
Anzeige für die Bentley-Uhr von Breitling im SPIEGEL.
Als Aushängeschild dient ausgerechnet David Beckham im Anzug, tätowiert bis auf die Handrücken. Ich nahm bisher an, ein Ausdruck britischer Lebensart sei das Understatement. Kein Gentleman würde zum Anzug eine protzige Sportuhr tragen. Auffällig in Gold paßt so etwas eher in das Halbwelt-Milieu der Zuhälter und Boxpromoter, genau wie Beckhams Tattoos. Aber Beckham ist kein Gentleman und Understatement ist auch nicht seine Sache. Ein arger Fehlgriff der Werbeagentur.
Ich hätte wenigstens Sean Connery genommen. Dem kaufe ich den Gentleman ab, auch wenn er Schotte ist. Und der James Bond im Buch "Casino Royal" fuhr einen Bentley.
Wednesday, October 1, 2014
Tuesday, September 30, 2014
Vorsicht!
Monday, September 29, 2014
Gleichberechtigung im Dschihad?
Dschihadisten bekommen im Falle eines gewaltsamen Ablebens dann im Paradies 72 Jungfrauen gestellt. So nebenbei bemerkt, wie alt sind die Jungfrauen eigentlich? Den Frauen dagegen steht im Paradies nur ein Mann zu. Das klingt auf den ersten Blick ungerecht, ist aber bestimmt auch keine schöne Vorstellung, es als Frau mit sechs Dutzend fusselbärtigen Nachthemdträgern zu treiben, die noch dazu niemals zuvor Sex hatten.
Mal davon abgesehen, ich würde mich mit einer Frau begnügen und mir den Rest in Kamelen auszahlen lassen. Zu rein merkantilen, logistischen Zwecken natürlich, bei dem Frauenüberschuß und den abgeschlafften Kämpfern sollte sich ein florierender Handel mit Viagra aufziehen lassen. Ausserdem, Eheschließungen mit Nutztieren sind nur im katholischen Bayern erlaubt.
Mal davon abgesehen, ich würde mich mit einer Frau begnügen und mir den Rest in Kamelen auszahlen lassen. Zu rein merkantilen, logistischen Zwecken natürlich, bei dem Frauenüberschuß und den abgeschlafften Kämpfern sollte sich ein florierender Handel mit Viagra aufziehen lassen. Ausserdem, Eheschließungen mit Nutztieren sind nur im katholischen Bayern erlaubt.
Friday, September 26, 2014
Thursday, September 25, 2014
Location
Die neue alte Brücke zu den Pontons am Entenwerder Park in Rothenburgsort könnte zurm angesagten Drehort werden. Der international verkannte Nuschler aus dem Breisgau sollte hier dekorativ einige Leichen arrangieren. Durch die Gitterroste wäre hinterher der Tatortreiniger etwas entlastet.
Wednesday, September 24, 2014
Nachkriegsmoderne
Zur ehemalige Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in Hamburg-Rothenburgsort gehört auch dieser recht ansehnliche Uhrturm:
Dahinter verbergen sich offensichtlich Schornsteine und Abluftanlagen. Das Gelände ist zukünftig für die Bebauung vorgesehen.
Es ist wünschenswert, daß hier mit der Abrißbirne zurückhaltend vorgegangen wird. Hamburg ist beim Abriß, auch denkmalsgeschützter Gebäude, recht großzügig. Gegenüber auf der Peute wurden Gebäude der ehemaligen Margarinefabrik aus den 20ern gnadenlos abgerissen.
Zur Zeit läuft die Diskussion um Abriß oder Erhalt des Bezirksamtes Hamburg-Mitte am Hauptbahnhof. Die Gebäude sind im gegenwärtigen Zustand wirklich nicht schön. Sie prägen aber das Stadtbild seit Jahrzenten. Mit der vernachlässigten Ladenzeile im Erdgeschoß ließe sich ein Brückenschlag zur Hafencity schaffen. Dort hat Hamburg genug gesichtslose Investorenarchitekur.
Dahinter verbergen sich offensichtlich Schornsteine und Abluftanlagen. Das Gelände ist zukünftig für die Bebauung vorgesehen.
Es ist wünschenswert, daß hier mit der Abrißbirne zurückhaltend vorgegangen wird. Hamburg ist beim Abriß, auch denkmalsgeschützter Gebäude, recht großzügig. Gegenüber auf der Peute wurden Gebäude der ehemaligen Margarinefabrik aus den 20ern gnadenlos abgerissen.
Zur Zeit läuft die Diskussion um Abriß oder Erhalt des Bezirksamtes Hamburg-Mitte am Hauptbahnhof. Die Gebäude sind im gegenwärtigen Zustand wirklich nicht schön. Sie prägen aber das Stadtbild seit Jahrzenten. Mit der vernachlässigten Ladenzeile im Erdgeschoß ließe sich ein Brückenschlag zur Hafencity schaffen. Dort hat Hamburg genug gesichtslose Investorenarchitekur.
Tuesday, September 23, 2014
Vintage Accessoire
Gestern gab es im Wirtschaftsteil des "Hamburger Abenblatts" einen Artikel über Fahrradhändler, die sich auf gebrauchte Räder spezialisierten. Es geht natürlich um vintage bikes, alte Hollandräder, Räder "Made in Germany", italienische und französische Rennradklassiker. Gefragt sind vor allem die alten Rahmengeometrien, mit der zugehörigen soliden Verarbeitung. Die neumodischen flachen Rahmen mit den grotesk langen Sattelstützen sind eher der Profitmaximierung geschuldet, als ästhetischen Gründen.
Höhepunkt war die Aussage eines Ladeninhabers, daß Studentinnen anstelle einer Handtasche ein elegentes Vitage-Rennrad als Accesssoire über die Schanze schieben. Ein Rennrad als Accessoire?! O tempora, o mores. Ein Grund mehr, nicht in das Viertel zu ziehen!
Höhepunkt war die Aussage eines Ladeninhabers, daß Studentinnen anstelle einer Handtasche ein elegentes Vitage-Rennrad als Accesssoire über die Schanze schieben. Ein Rennrad als Accessoire?! O tempora, o mores. Ein Grund mehr, nicht in das Viertel zu ziehen!
Monday, September 22, 2014
Deichtorhalle "VisualLeader 2014"
Vor mir steht ein Typ so um die 50, komplett in Outdoor-Klamotten gehüllt. Regenjacke, Wanderhose mit Zipper, Trekkingsandalen mit Socken - wenigstens schwarze. Ein Widergänger von Reinhold Messner, mal eben zwischen Großglockner und Matterhorn auf einen Sprung in Hamburg.
Dann bückt er sich zu einem Bild herunter und seine tiefhängende Hose offenbart einen tiefen Einblick in seine rückwärtige Gletscherspalte. Ich bin Ingenieur, kein Proktologe! Unterwäsche ist bei abwaschbarer Kleidung offensichtlich überflüssig.
Schnell die Augen waschen! Information overload!
Dann bückt er sich zu einem Bild herunter und seine tiefhängende Hose offenbart einen tiefen Einblick in seine rückwärtige Gletscherspalte. Ich bin Ingenieur, kein Proktologe! Unterwäsche ist bei abwaschbarer Kleidung offensichtlich überflüssig.
Schnell die Augen waschen! Information overload!
Thursday, September 18, 2014
Wednesday, September 17, 2014
Tuesday, September 16, 2014
Wednesday, August 6, 2014
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