Thursday, May 29, 2014

"Schwangere Auster"

Heißt die Kongresshalle in Berlin nun wirklich so im Volksmund? Oder wird ihm das nur in den Mund gelegt, weil die Touristen das so erwarten?

Kongresshalle, mit "Large Butterfly" von H. Moore

Wednesday, May 28, 2014

Multitasking

Jonglieren mit vier Keulen, abkassieren, Verkehr und Ampel im Auge behalten:

Berlin, Großer Stern

Monday, May 26, 2014

Sehnsuchtsorte

Dieser Blick, von Ostberlin in den Westen, war bis 1989 die Endstation der Sehnsucht. Hier war der vermeintlich goldene Westen zum Greifen nah.


Jetzt machte ich mir das Vergnügen und bin zu Fuß in den Westen gegangen. Und traf auf eine triste Hochhaussiedlung in Neukölln.

Sunday, May 25, 2014

Früher

wurde auch im Wohnzimmer viel härter trainiert:

aus "Mein Eigenheim"

Sunday, May 18, 2014

work in progress

Hansaviertel, Berlin, im Hintergrund die Gebäudescheibe von Fritz Jaenecke/Sten Samuelson, Malmö


Wednesday, May 7, 2014

Drama

manchmal kann ich nicht wiederstehen und muss draufhalten:


wenn DIE nur endlich den Block vor mir abreissen würden

Tuesday, May 6, 2014

Das ist nicht der Amazonas

Riesenpfütze unter Brücke Billhorner Deich

Monday, May 5, 2014

"Die Körperfresser kommen "

nach Hamburg:


Das finde ich unappetitlich, hier wir nur der Voyeurismus der Massen bedient. Mit ernster Wissenschaft hat das nichts zu tun. Der Urheber des Ganzen, Gunther von Hagens, geb. Liebchen, tritt gerne als Widergänger Joseph Beuys auf, mit Hut und Weste. Eine Lachnummer als Leichenfledderer.

Da sind mir die "Nekrobien" aus Stanislaw Lems "Imaginäre Grösse" lieber. Das ist wenigsten nur Fiction.

Nachtrag vom 6. Oktober 2014; so sehen sie aus, die Leichenspanner:


Sunday, April 20, 2014

Tuesday, April 15, 2014

Wohnen am Wasser mit Haken

In Hammerbrook, am Victoriakai , werden Hausboote vertäut. Eine tolle Sache, wenn da diese Preise nicht wären - so ab € 500.000 aufwärts, plus sechsstellige Erschliessungskosten. Und mit soviel Kohle in diese traditionell eher arme Gegend ziehen?! Es ist schliesslich Hamburgs Osten, die wirklich feinen Adressen liegen woanders.


Da ist dann noch diese Haken an der Sache, der Ausblick nach Südwest ist nicht so toll.


Die Büros haben freien Einblick in das Wohnzimmer und Abends ist die Sonne weg. Für ein gute halbe Million würde ich ein wenig mehr erwarten. Dazu ist die Infrastruktur lausig.

Monday, April 14, 2014

Filmtip: "Der Dieb von Bagdad"

Der Stummfilm von 1924 steht der englischen Verfilmung von 1940, in Farbe und mit Ton, in keiner Weise nach. Tricktechnik und Spezialeffekte sind für die damalige Zeit beachtlich ausgereift. Die verschiedenen Szenen sind komplett verschieden eingefärbt worden, das muss eine Heidenarbeit gewesen sein. Der Filmset ist beeindruckend, die Bauten gigantisch, mit einigen expressionistischen Einflüssen. Die Handlung ist natürlich eher simpel, armer Junge liebt Prinzessin, erlebt aufregende Abenteuer und muss gegen intrigante Widersacher bestehen. Das Ganze mit Vertrauen in Allah. Hier hat der Drehbuchautor, Achmed Abdullah, eine ziemlich direkte Botschaft hinterlegt.  Aber die zu bestehenden Abenteuer sind spannend, der Held edel, die Schurken hintertrieben böse und die Frauen schön.

So nebenbei, die Karawanserei in der Wüste weckte Erinnerungen an Jabbas Palast auf Tatooine. Und der fliegende Teppich vor dem Mond,  gab es da nicht was mit einem telephonsüchtigen Ausserirdischen? Es gibt keine wirklich neuen Filme mehr.

Tuesday, April 1, 2014

Monday, March 31, 2014

Thursday, March 20, 2014

Thursday, March 13, 2014

Protest um jeden Preis

Wogegen wird hier protestiert:


Hier möchte ich nicht wohnen. Vor der Haustür treffen Högerdamm und Amsinckstraße zusammen, hinten ist die Bahn - jede Menge Verkehr. Ein Hotel bringt Leben in diese Gegend, anders als ein weiteres Bürohaus, das nach 18.00 Uhr leer steht.

Natürlich bin ich für bezahlbaren Wohnraum, aber nicht um jeden Preis. Wohnen ist mehr als nur ein Dach und vier Wände. Was nützt der sonnige Balkon, wenn praktisch rund um die Uhr Verkehrslärm braust? Also, Gehirn anschalten beim Protest.

Wednesday, February 26, 2014

Friday, February 14, 2014

Baut die Mauer wieder auf!

Bis heute gibt es Menschen, von der Sorte der nicht ganz so schlauen, die die Mauer gerne wieder aufbauen würden. Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall derselbigen! Die Mauer dient offenbar als Projektionsfläche für allerhand aufgestauten Frust. Es gibt immer jemand, der mehr verdient, ein größeres Auto fährt oder einfach ein erfüllteres Leben hat. Und dann auch noch aus dem Osten kommt!

Ich bin auch dafür! Irgendwo im schwachbesiedelten Osten sollten ein paar Hektar eingemauert werden, so mit allen Schikanen: Hunde, Selbstschußanlagen, Stacheldraht, kein Westfernsehen. Dahinein werden alle Unzufrieden umgesiedelt, dann sind sie unter sich und hier herrschte Ruhe.

Es lebe die Enklave der Gefrusteten!

Monday, January 13, 2014

Tuesday, December 31, 2013

Die ganze Welt?

Das "Hamburger Abendblatt" titelt heute: "Die Welt bangt um Michael Schumacher". Also ich nicht. Die Formel 1 ist seit dem Zeitpunkt, als die Autos Flügel bekamen, zum Zirkus mutiert. Und ich befürchte, es gibt ein, zwei Ecken auf der Welt, in denen die Menschen von existenzielleren Sorgen geplagt werden. Das Wohlergehen eines spätpubertären Ex-Weltmeisters im Kreisverkehr fahren dürfte bei deren Prioritätenliste mehr hinten stehen.

Und überhaupt, es ist eine sehr familiäre Katastrophe. Ein verantwortungsvoller Familienvater sollte nicht mit seinem Sohn jenseits der Pisten im Tiefschnee fahren. Ob mit Helm oder ohne.

Thursday, December 26, 2013

Monday, December 23, 2013

Glühweinromantik

Dresden, "Barockviertel" Innere Neustadt

Tuesday, December 17, 2013

Falsch verstanden

eigentlich gehören Gardinen nach innen

Dresden, Ostragehege

Friday, December 13, 2013

Wednesday, December 11, 2013

Neulich im ICE

Kopflose Hühner stolpern durch die 1. Klasse. Linke Hand den Rollkoffer mit Notebook darauf,  rechte Hand den Kaffeebecher. Eine Reservierung ist offenbar unsportlich. Und wenn ein Platz gefunden ist, erst einmal auf die kostenlosen Zeitungen stürzen. Macher holen sich FAZ, Welt und Süddeutsche, Geistesverwandte der Geissens greifen sich Bild. Dann, Smartphon checken, man könnte in den letzten 30 Sekunden etwas verpasst haben. Jetzt geht das Geraschel los, die Zeitung wird zum persönlichen Feind. Das Ausgelesene wird großzügig um den Platz verteilt. Der erste Kaffeebecher kippt um. Glücklicherweise sind keine kleinen Kinder unterwegs. Ich will nach Hause.

O tempora,  o mores.

Tuesday, December 3, 2013

"Der Mörder"

ist eine SF-Erzählung von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953 und sie ist sehr aktuell. Der Mörder erschießt alle möglichen und nervtötenden Kommunikationseinrichtungen in seiner Nähe: Radios, Fernsehapparate, sprechende Haushaltsgeräte, Armbandtelephone usw.. Schon damals sinnfreie Telephongespräche, einfach weil sie möglich sind. Im Bus benutzt er ein tragbares Diathermiegerät als Störsender und legt alles in seiner Umgebung lahm. Er wird natürlich am Ende als psychisch krank eingesperrt und freut sich auf seine stille, gut isolierte Zelle.

Ich kann ihn so gut verstehen. MP3-Gedudel in allen Ohren, Fahrgast-TV in der U-Bahn, Muzak allerorten, im Bus verklebte Scheiben und Smartphones, Smartphones, Smartphones. Wir beschweren uns über die NSA - die Privatsphäre wird von der Mehrzahl doch freiwillig hergegeben. Ganz davon abgesehen, das mit den hirnlosen Gesprächen meine Privatsphäre verletzt wird.

Es gab Zeiten, da unterhielten sich die Leute in der Bahn - freiwillig. Wir haben alle Möglichkeiten. Merkel-Witze stehen nicht unter Strafandrohung. Die Realität beginnt vor der eigenen Nase und nicht erst auf dem Display von Apple & Co.