Wednesday, February 26, 2014

Friday, February 14, 2014

Baut die Mauer wieder auf!

Bis heute gibt es Menschen, von der Sorte der nicht ganz so schlauen, die die Mauer gerne wieder aufbauen würden. Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall derselbigen! Die Mauer dient offenbar als Projektionsfläche für allerhand aufgestauten Frust. Es gibt immer jemand, der mehr verdient, ein größeres Auto fährt oder einfach ein erfüllteres Leben hat. Und dann auch noch aus dem Osten kommt!

Ich bin auch dafür! Irgendwo im schwachbesiedelten Osten sollten ein paar Hektar eingemauert werden, so mit allen Schikanen: Hunde, Selbstschußanlagen, Stacheldraht, kein Westfernsehen. Dahinein werden alle Unzufrieden umgesiedelt, dann sind sie unter sich und hier herrschte Ruhe.

Es lebe die Enklave der Gefrusteten!

Monday, January 13, 2014

Tuesday, December 31, 2013

Die ganze Welt?

Das "Hamburger Abendblatt" titelt heute: "Die Welt bangt um Michael Schumacher". Also ich nicht. Die Formel 1 ist seit dem Zeitpunkt, als die Autos Flügel bekamen, zum Zirkus mutiert. Und ich befürchte, es gibt ein, zwei Ecken auf der Welt, in denen die Menschen von existenzielleren Sorgen geplagt werden. Das Wohlergehen eines spätpubertären Ex-Weltmeisters im Kreisverkehr fahren dürfte bei deren Prioritätenliste mehr hinten stehen.

Und überhaupt, es ist eine sehr familiäre Katastrophe. Ein verantwortungsvoller Familienvater sollte nicht mit seinem Sohn jenseits der Pisten im Tiefschnee fahren. Ob mit Helm oder ohne.

Thursday, December 26, 2013

Monday, December 23, 2013

Glühweinromantik

Dresden, "Barockviertel" Innere Neustadt

Tuesday, December 17, 2013

Falsch verstanden

eigentlich gehören Gardinen nach innen

Dresden, Ostragehege

Friday, December 13, 2013

Wednesday, December 11, 2013

Neulich im ICE

Kopflose Hühner stolpern durch die 1. Klasse. Linke Hand den Rollkoffer mit Notebook darauf,  rechte Hand den Kaffeebecher. Eine Reservierung ist offenbar unsportlich. Und wenn ein Platz gefunden ist, erst einmal auf die kostenlosen Zeitungen stürzen. Macher holen sich FAZ, Welt und Süddeutsche, Geistesverwandte der Geissens greifen sich Bild. Dann, Smartphon checken, man könnte in den letzten 30 Sekunden etwas verpasst haben. Jetzt geht das Geraschel los, die Zeitung wird zum persönlichen Feind. Das Ausgelesene wird großzügig um den Platz verteilt. Der erste Kaffeebecher kippt um. Glücklicherweise sind keine kleinen Kinder unterwegs. Ich will nach Hause.

O tempora,  o mores.

Tuesday, December 3, 2013

"Der Mörder"

ist eine SF-Erzählung von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953 und sie ist sehr aktuell. Der Mörder erschießt alle möglichen und nervtötenden Kommunikationseinrichtungen in seiner Nähe: Radios, Fernsehapparate, sprechende Haushaltsgeräte, Armbandtelephone usw.. Schon damals sinnfreie Telephongespräche, einfach weil sie möglich sind. Im Bus benutzt er ein tragbares Diathermiegerät als Störsender und legt alles in seiner Umgebung lahm. Er wird natürlich am Ende als psychisch krank eingesperrt und freut sich auf seine stille, gut isolierte Zelle.

Ich kann ihn so gut verstehen. MP3-Gedudel in allen Ohren, Fahrgast-TV in der U-Bahn, Muzak allerorten, im Bus verklebte Scheiben und Smartphones, Smartphones, Smartphones. Wir beschweren uns über die NSA - die Privatsphäre wird von der Mehrzahl doch freiwillig hergegeben. Ganz davon abgesehen, das mit den hirnlosen Gesprächen meine Privatsphäre verletzt wird.

Es gab Zeiten, da unterhielten sich die Leute in der Bahn - freiwillig. Wir haben alle Möglichkeiten. Merkel-Witze stehen nicht unter Strafandrohung. Die Realität beginnt vor der eigenen Nase und nicht erst auf dem Display von Apple & Co.

Sunday, December 1, 2013

Thursday, November 21, 2013

Stein des Anstosses

Die Waldschlößchenbrücke in Dresden. Sie hat die Stadt den Weltkulturerbetitel gekostet.


Man hätte vielleicht eine etwas elegantere Form wählen können, unter Verzicht auf den auffälligen Bogen. Andererseits steht mit der Carolabrücke bereits eine moderne Konstruktion im barocken Stadtbild. Der Schutz von Stadtbildern ist in einer lebendigen Stadt fragwürdig.

Der ganze Ärger ist wieder nur dem Individualverkehr geschuldet. Das Konzept der autofreundlichen Stadt ist nicht totzubekommen und gewisse Parteien halten am "Freie Fahrt für freie Bürger" fest. Dresden verfügt über ein sehr gutes Nahverkehrsnetz, mit Straßenbahn. Das Auto als Statussymbol hat noch lange nicht ausgedient.

Tuesday, November 19, 2013

Das Hair in der Suppe


Ich bevorzuge eine schlichte Vinaigrette, ohne Haare.

Monday, November 18, 2013

Ein Schelm, wer Arges...

Hamburger Abendblatt vom 15.11.2013

Friday, November 15, 2013

Thursday, November 14, 2013

das möchte ich sehen

"Hamburger Abendblatt", 13.11.2013

Wednesday, November 13, 2013

Der aus der Reihe tanzt

amoeba Sitzgruppe, Verner Panton

Die Gruppe steht in der Dresdener Gemäldegalerie "Neue Meister" im überdachten Innenhof. Im Highback ergibt sich durch die rückwärtige Abschirmung ein ganz eigenartiges Raumgefühl. Der Raum ist akustisch ausgegrenzt und optisch voll präsent.

Monday, November 11, 2013

Gasometer Dresden-Reick

errichtet 1909 nach Plänen von Hans Erlwein


Thursday, November 7, 2013

Dresden & Barock

Impressionen aus dem Barockviertel Innere Neustadt





Tuesday, November 5, 2013

Monday, November 4, 2013

Sunday, November 3, 2013

Hamburg im Belagerungszustand

Zur Demo für die Lampedusa-Flüchtlinge am 2. November hat der Staat, als verlängerter Arm des Kapitals, wieder gezeigt, von wem die Macht ausgeht. Pfeif auf das Grundgesetz, diese Sprüchesammlung zur Beruhigung Gutgläubiger. Was müssen die eine Angst vor uns haben? Gekommen waren um die 10.000 Leute, eher einer mehr, die Polizei hatte sich mit erwarteten 3.000 leicht verrechnet. Da frage ich mich, was hätten die aufgestellt, wenn mit 10.000 kalkuliert worden wäre? Auch so wurde alles aufgefahren, was bedrohlich und teuer ist: Wasserwerfer, Pferde, der Schwarze Block, Panzerwagen mit Räumschild.




Da muss ich an die Szenen aus "Soylent Green" denken, in denen die Menschen mit einer Art Bulldozer aufgesammelt wurden:


Der Schwarze Block, keine Angst, die wollen nur Spielen. Das sind nur erlebnisorientierte RECHTSpfleger:




Ein kleines Trauerspiel am Rande waren die linke Splittergruppen. Selbst hier gab es Plakate, auf denen sie gegeneinander gifteten. Haben die aus 1933 nichts gelernt. Dem Staat kann die Zersplitterung nur Recht sein. Aber die Großen machen es vor, die "linke" SPD geht keinen Schritt auf die LINKEN zu. Was für eine versäumte Chance, die Merkel mitsamt ihren Christ-"Demokraten" abzuservieren.

Wednesday, October 30, 2013

Es ist nicht zu fassen!

Dresden, in der hippen Inneren Neustadt

Tuesday, October 29, 2013

Schildbürgerstreich

Der neueste Streich der EU: schrittweise sollen Staubsauger ab September 2014 nur noch 1600 Watt Leistung und später sogar nur 900 Watt haben dürfen. Mit was beschäftigen die sich in Brüssel eigentlich? Hatten die - wer auch immer die sind - keinen Physikunterricht. Weniger Leistung = längerer Arbeitsaufwand. Da kaufe ich mir statt eines schwachbrüstigen Saugsimulator eben einen saugstarken Industriesauger.

Diese Zwangsbeglückung erinnert an planwirtschaftliches Vorgehen. Wir bauen Autos aus Pappe, weil Blech teuer ist. Eine Delle im Blech läßt sich ausbeulen, ein Knick in Pappe besteht ewig.

Es gibt ganz andere Probleme für die EU: im Mittelmeer ertrinken Leute, die auch aus wirtschaftlichen Gründen, aus Afrika flüchten. In diese Lage brachte sie auch die EU, die mit Fleisch- und Textilexporten oder industrieller Fischerei die Lebensgrundlagen in Afrika zerstört. Das ist postkoloniales Gebaren, nur die Mittel sind subtiler geworden.

Monday, October 28, 2013

In welcher Zeit leben wir eigenlicht?

Mein Radiowecker verkündete Sonntagmorgen: "... laber, laber, laber...die nächsten fünf Monate geht die Sonne eine Stunde früher auf."

Die Sonne geht nicht früher auf! Sie ist lediglich wieder im richtigen Rhythmus mit mit Kalender und Jahreszeit.

Und überhaupt, alle wissen Bescheid, dass die Sommerzeit nichts bewirkt. Sie verursacht Mehrkosten statt Einsparungen, der folgende Jetlag kann Tage bis Wochen dauern, die Unfallzahlen steigen und ich habe ständig zur falschen Zeit Hunger.

Aber hat die EU etwas eingeführt, helfen keine sachlichen Argumente mehr. Der Ersatz der guten alten Glühbirne durch teure, energiefressende Quecksilberschleudern mit Startproblemen spricht Bände.

Die Frage bleibt, wem nützt es? Wir haben Marktwirtschaft. Da geschieht nichts in diesen Dimensionen, ohne das sich jemand daran eine goldene Nase verdient. Die Sparfunzeln waren ein Sieg der Lobbyisten für die Glühlampenhersteller. Aber die Zeitumstellung? Die grauen Herren gibt es doch nicht wirklich, oder?