Thursday, November 21, 2013

Stein des Anstosses

Die Waldschlößchenbrücke in Dresden. Sie hat die Stadt den Weltkulturerbetitel gekostet.


Man hätte vielleicht eine etwas elegantere Form wählen können, unter Verzicht auf den auffälligen Bogen. Andererseits steht mit der Carolabrücke bereits eine moderne Konstruktion im barocken Stadtbild. Der Schutz von Stadtbildern ist in einer lebendigen Stadt fragwürdig.

Der ganze Ärger ist wieder nur dem Individualverkehr geschuldet. Das Konzept der autofreundlichen Stadt ist nicht totzubekommen und gewisse Parteien halten am "Freie Fahrt für freie Bürger" fest. Dresden verfügt über ein sehr gutes Nahverkehrsnetz, mit Straßenbahn. Das Auto als Statussymbol hat noch lange nicht ausgedient.

Tuesday, November 19, 2013

Das Hair in der Suppe


Ich bevorzuge eine schlichte Vinaigrette, ohne Haare.

Monday, November 18, 2013

Ein Schelm, wer Arges...

Hamburger Abendblatt vom 15.11.2013

Friday, November 15, 2013

Thursday, November 14, 2013

das möchte ich sehen

"Hamburger Abendblatt", 13.11.2013

Wednesday, November 13, 2013

Der aus der Reihe tanzt

amoeba Sitzgruppe, Verner Panton

Die Gruppe steht in der Dresdener Gemäldegalerie "Neue Meister" im überdachten Innenhof. Im Highback ergibt sich durch die rückwärtige Abschirmung ein ganz eigenartiges Raumgefühl. Der Raum ist akustisch ausgegrenzt und optisch voll präsent.

Monday, November 11, 2013

Gasometer Dresden-Reick

errichtet 1909 nach Plänen von Hans Erlwein


Thursday, November 7, 2013

Dresden & Barock

Impressionen aus dem Barockviertel Innere Neustadt





Tuesday, November 5, 2013

Monday, November 4, 2013

Sunday, November 3, 2013

Hamburg im Belagerungszustand

Zur Demo für die Lampedusa-Flüchtlinge am 2. November hat der Staat, als verlängerter Arm des Kapitals, wieder gezeigt, von wem die Macht ausgeht. Pfeif auf das Grundgesetz, diese Sprüchesammlung zur Beruhigung Gutgläubiger. Was müssen die eine Angst vor uns haben? Gekommen waren um die 10.000 Leute, eher einer mehr, die Polizei hatte sich mit erwarteten 3.000 leicht verrechnet. Da frage ich mich, was hätten die aufgestellt, wenn mit 10.000 kalkuliert worden wäre? Auch so wurde alles aufgefahren, was bedrohlich und teuer ist: Wasserwerfer, Pferde, der Schwarze Block, Panzerwagen mit Räumschild.




Da muss ich an die Szenen aus "Soylent Green" denken, in denen die Menschen mit einer Art Bulldozer aufgesammelt wurden:


Der Schwarze Block, keine Angst, die wollen nur Spielen. Das sind nur erlebnisorientierte RECHTSpfleger:




Ein kleines Trauerspiel am Rande waren die linke Splittergruppen. Selbst hier gab es Plakate, auf denen sie gegeneinander gifteten. Haben die aus 1933 nichts gelernt. Dem Staat kann die Zersplitterung nur Recht sein. Aber die Großen machen es vor, die "linke" SPD geht keinen Schritt auf die LINKEN zu. Was für eine versäumte Chance, die Merkel mitsamt ihren Christ-"Demokraten" abzuservieren.

Wednesday, October 30, 2013

Es ist nicht zu fassen!

Dresden, in der hippen Inneren Neustadt

Tuesday, October 29, 2013

Schildbürgerstreich

Der neueste Streich der EU: schrittweise sollen Staubsauger ab September 2014 nur noch 1600 Watt Leistung und später sogar nur 900 Watt haben dürfen. Mit was beschäftigen die sich in Brüssel eigentlich? Hatten die - wer auch immer die sind - keinen Physikunterricht. Weniger Leistung = längerer Arbeitsaufwand. Da kaufe ich mir statt eines schwachbrüstigen Saugsimulator eben einen saugstarken Industriesauger.

Diese Zwangsbeglückung erinnert an planwirtschaftliches Vorgehen. Wir bauen Autos aus Pappe, weil Blech teuer ist. Eine Delle im Blech läßt sich ausbeulen, ein Knick in Pappe besteht ewig.

Es gibt ganz andere Probleme für die EU: im Mittelmeer ertrinken Leute, die auch aus wirtschaftlichen Gründen, aus Afrika flüchten. In diese Lage brachte sie auch die EU, die mit Fleisch- und Textilexporten oder industrieller Fischerei die Lebensgrundlagen in Afrika zerstört. Das ist postkoloniales Gebaren, nur die Mittel sind subtiler geworden.

Monday, October 28, 2013

In welcher Zeit leben wir eigenlicht?

Mein Radiowecker verkündete Sonntagmorgen: "... laber, laber, laber...die nächsten fünf Monate geht die Sonne eine Stunde früher auf."

Die Sonne geht nicht früher auf! Sie ist lediglich wieder im richtigen Rhythmus mit mit Kalender und Jahreszeit.

Und überhaupt, alle wissen Bescheid, dass die Sommerzeit nichts bewirkt. Sie verursacht Mehrkosten statt Einsparungen, der folgende Jetlag kann Tage bis Wochen dauern, die Unfallzahlen steigen und ich habe ständig zur falschen Zeit Hunger.

Aber hat die EU etwas eingeführt, helfen keine sachlichen Argumente mehr. Der Ersatz der guten alten Glühbirne durch teure, energiefressende Quecksilberschleudern mit Startproblemen spricht Bände.

Die Frage bleibt, wem nützt es? Wir haben Marktwirtschaft. Da geschieht nichts in diesen Dimensionen, ohne das sich jemand daran eine goldene Nase verdient. Die Sparfunzeln waren ein Sieg der Lobbyisten für die Glühlampenhersteller. Aber die Zeitumstellung? Die grauen Herren gibt es doch nicht wirklich, oder?

Sunday, October 27, 2013

Saturday, October 26, 2013

Es gibt sie noch,

die guten alten Dinge:

Dresden, Ausstellunsgelände Ostragehege  

Friday, October 25, 2013

Thursday, October 24, 2013

Wednesday, October 23, 2013

Denkmal, gestützt

Dresden, Blaues Wunder

Das ist wohl so typisch deutsch, Sicherheitsbedenken geht vor Denkmalsschutz. In Kürze werden wahrscheinlich die Gehwege eingetunnelt wie Raubtierkäfige und es gibt die Helmpflicht für Fußgänger. Der mündige Bürger muss vor sich selbst geschützt werden.

Wer vor die Haustür geht, setzt sich Gefahren aus. Das ist einfach so! Erich Kästner wußte es: “Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer Lebensgefährlich."

Nicht neu, aber treffend. Kleiner Tip für Bundesregierung und EU-Kommission: Die meisten Leute sterben im Bett...

Sunday, October 20, 2013

Saturday, October 19, 2013

Sächsischer Backstein

Dresden, Großenhainer Strasse

Friday, October 18, 2013

Dresdener Miniaturen 2

In der Äußeren Neustadt scheint barfußgehen angesagt zu sein. Ich habe Kacke, Kotze und Kaugummi lieber unter der Schuhsohle. Die ach so hippen Schlumpfmützen sind auch hier vertreten. Früher zu Hause hatten wir ähnliches, als Warmhalter auf der Muckefuck-Kanne.

Ein paar Tische weiter sitzt so ein gescheiterter Typ mit Schäferhund. Der arme Kerl, der Hund natürlich,  guckt so deprimiert und unterwürfig. Das scheint sein ganzer Lebenszweck zu sein, dem Herrn Unterwerfung zu heucheln.

Im selben Restaurant einige Tage später. Ein vornehm tuendes Pärchen in grausigen Partnerlook, gelbe Shirts, weisse Jeans. Sie: wasserstoffblond, goldverzierte Tussietasche am Arm. Er: Handy am Gürtel, Autoschlüssel in der Gesäßtasche, das Logo bewußt außen drapiert. Und dann ihre Tischmanieren - nichts ist demaskierender, als Leute beim Essen zu beobachten.

Im Zug Richtung Hamburg sitzt schräg hinter mir ein selbstgerechtes Paar in den Fünfzigern. Sie fahren Erste Klasse und lassen sich vom tschechischen Servicemann das Wechselgeld auf den Cent genau herausgeben.

Thursday, October 17, 2013

Ein Schelm...

Dresden, am Hauptbahnhof

Tuesday, October 15, 2013

Dresdener Miniaturen

Aus der Straßenbahn heraus sah ich zweimal eine recht dralle Maid, die wirklich alle modischen Extravaganzen versammelt hatte. Leider reichte die Zeit nicht dazu aus, die Kamera klar zukriegen und abzudrücken.

Die zippeligen Haare in diversen rot-bunten Tönen gefärbt. Das Gesicht turbogebräunt, wie ein Schwarzwälder Schinken. Dazu starr geschminkt, die Totenmaske ist gleich abnehmbar. Das Dekoltee üppig wie eine Wursttheke, natürlich mit Tattoo darauf - wie mag das aussehen, wenn die Haut langsam schrumpelig wird. Dazu passend die Klamotten in Wurstpellenpassform im Schwarz-Neon Gemisch. Alles übersät mit reichlich Bordellglitzer. Am Arm so eine typische Tussi-Tasche. Alles abgerundet mit High Heels, für den elegant trippelenden Gang.

Was für eine arme Seele wohl in dem Mädchen steckt, alles schreit: "Nehmt mich wahr!"

Monday, October 14, 2013

Endlager als Stadtmöblierung

Die Endlagerfrage ist praktisch geklärt. In Dresden stehen bereits überall diese kleinen Castoren herum:




Unverkennbar, die Kühlrippen zur Abfuhr der Zerfallswärme. Obwohl ich befürchte, die Rippen sollen ebenso wie das sanft gerundete Oberteil lediglich das Aufkleben von Stickern verhindern. Eine gut durchdachte Lösung finde ich. Hamburg hat leider allerorten nur diese schmutzigroten Müllbehälter mit den sinnigen Sinnsprüchen zum Abfallsammeln darauf - kein schönes Aushängeschild.